Startseite
DSL Speedtest
DSL Anbieter
» DSL Forum
IP-Merker
DSL Pingtest
Downloadzeit
Mini-Startseite
Für Webmaster
Seite empfehlen
Presseberichte
Gästebuch
Newsletter
Häufige Fragen
Kontakt
Mein Konto
DSL-Tarifrechner
Jetzt sparen!
» Zum Tarifrechner

Willkommen im DSL-Forum.

Lieber Besucher,

im DSL-Forum haben Sie Zugang zum Nutzerbereich von wieistmeineip.de.

Sie können jetzt schon Beiträge anderer Besucher lesen. Suchen Sie sich einfach die Themen aus, die Sie am meisten interessieren. Als registrierter Nutzer können Sie darüber hinaus an Diskussionen teilnehmen und eigene Beiträge verfassen. Klicken Sie hierzu oben rechts auf „Registrieren“.

Bitte beachten Sie auch unsere Community-Richtlinien. Wir wünschen Ihnen viel Spaß im DSL-Forum.


Zurück   DSL Forum > Rat und Tat > Anleitungen und erklärende Texte
Hilfe Benutzerliste Kalender Suchen Heutige Beiträge Alle Foren als gelesen markieren registrieren anmelden

Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen Ansicht
  #1 (permalink)  
Alt 26.01.2008, 12:54
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 14.11.2007
Ort: Bithausen
Beiträge: 178
Standard Kabel und Ihre elektrischen Eigenschaften bzgl. R, L, G, C

Wen es interessiert kann es lesen - wen es verwirrt der lässt es sein.

Speziell 3.1.2. Drahtgebundene Übertragung, elektrische Leitungen

http://www.ika-reutte.at/elearning/M...ittstellen.doc

und hier in ähnlicher Form:
http://all-about-security.de/artikel...tt_news%5D=184
http://www.naeder.de/datentechnik/su...riffe-main.htm
http://www.daetwyler.net/d/produkte/...kapitel2_2.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Leitungsbel%C3%A4ge
http://www.e-learning-academy.com/extract/22976.pdf

Die Geschichte um der Kapazität ist eine wenig schwer verdaulich, so wie diese Begebenheit eine gewisse, ich sage einfach mal, "Darmträgheit" auf den Drähten hervorruft.

Man kann sich das folgendermassen vereinfacht so vorstellen: Wenn ein Wechselsignal an eine Leitung gelegt wird, so benötigt das anfänglich neutrale Drahtpaar ersteinmal elektr. Arbeit (und Zeit) um auf das Niveau der Spannungsquelle gebracht zu werden, also Ladungsträger, sprich Elektronen, müssen aus dem einen Draht mittels der Spannungsquelle abgezogen werden, damit er zu "+" wird und Ladungsträger zum anderen Draht hinzugefügt werden, damit er zu "-" wird (Elektronen haben ja eine negative Elementarladung). Das kostet erstens Zeit (die man bei hochfrequenteren Signalen zusehends immer weniger zur Verfügung hat) und zweitens elektrische Arbeit. Da nun ein ständiger Wechsel der Polarität bei Wechselspannung mit halber Periodendauer 1/Frequenz anliegt, muss dieses Spiel der Umpolung des Drahtes bei steigender Frequenz immer schneller erfolgen und die Signalquelle somit gegen eine mit der Frequenz steigenden gespeicherten Gegenkraft auf dem Draht angehen, da der Draht eine gewisse Zeit benötigt, um von selbst wieder auf neutrales Niveau zu gelangen. Es muss also das Eingangssignal immer mehr gegen eine mit der Frequenz steigenden gespeicherten Gegenspannung ankommen. Darum zieht es höherfrequente Signale mehr in die Knie als niederfrequente. Besser kann ich es nun leider nicht erklären und ich hoffe, die daran Interessierten verstehen mich einigermassen und verstehen desweiteren, weshalb es so immens wichtig ist, das eine Datenübertragungsstrecke eine möglichst kleine kapazitive Speicherungsfähigkeit aufweist. Idealerweise Null... aber das ist aufgrund der ladungsspeicherungsfähigen Materialphysik leider nicht zu erreichen. Bleibt also ein Traum.

Einfacher Versuchsaufbau dazu: Man suche sich einen ca. 100 Meter langen Fernmeldedoppeldraht der noch irgendwo im Keller herumliegt. Nun lege man eine Gleichspannung, z. b. 12 Volt, an die beiden Drähte an und lasse dabei das hintere Ende der Zwillingsleitung offen. Nun entfernt man die Spannungsquelle wieder und messe rasch am Draht (Messwerk auf niedrigen Gleichspannungsbereich einstellen). Man wird dabei feststellen, dass das Messwerk einen Spannungswert anzeigt aber der Draht sich natürlich über das nicht unendlich hochohmige Messwerk des Spannungsmessers (und natürlich über das Dielektrikum) relativ schnell (in ein paar msec) wieder entlädt. Damit ist aber eindeutig nachgewiesen, dass der Doppeldraht tatsächlich eine kapazitive Speicherfähigkeit besitzt, die auf Datenleitungen aber ein absoluter Greuel ist, da sie eben höherfrequente Signale wegdämpft. --> Tiefpasscharakteristik. Eine Leitung stellt sogar einen Tiefpass 2. Ordnung dar, da noch erschwerenderweise hochfrequenzdämpfende Induktivitätsbeläge hinzukommen.

Gruss

BitteEinBit
__________________
Die letzte "Wahrheit" liegt weder in Bits noch Bytes sondern in SLAM! TV und Thrust SSC Yeahhhh !!! Die Mehrheit behauptete voreilig: Mit einem Landfahrzeug auf Rädern lässt sich die Schallmauer nicht durchbrechen...Hier die ganze Story...

Geändert von BitteEinBit (31.01.2008 um 04:40 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #2 (permalink)  
Alt 19.08.2009, 23:37
Benutzer
 
Registriert seit: 03.02.2009
Beiträge: 49
Standard Nur keine Panik!

Ganz so schlimm ist es gottseidank nicht. Wenn die Leitung mit ihrem Wellenwiderstand (Quadratwurzel aus L/C) abgeschlossen wird, entfällt die LC-bedingte Frequenzabhängigkeit. Das Delikate dabei ist, dass L und C die Induktivität und Kapazität von unendlich kleinen Teilstücken der Leitung sind. Die gesamte Leitung ist also quasi eine Hintereinanderschaltung von unendlich vielen dieser Teilstücke. In der Realität gibt es Verluste im Dielektrikum, also der als Kapaztität wirkenden Isolation des Kabels, sowie durch den ohmeschen Widerstand des Kabels, der sozusagen Verluste der Induktivität bewirkt. Deshalb wird jedes konventionelle Kabel die höheren Frequenzen stärker dämpfen als die niedrigen. Das hat aber nichts mit der von Dir behaupteten Tiefpasseigenschaft zu tun!
Grundsätzlich gilt, dass eine für Breitbandübertragung vorgesehene Leitung mit ihrem Wellenwiderstand abgeschlossen werden muss. Beim TV-Kabel sind das z.B. 75 Ohm, bei DSL wird mit 100 Ohm gerechnet und bei kommerziellen HF-Anwendungen werden meist Kabel mit 50 Ohm Wellenwiderstand benutzt.
Bei Fehlanpassungen entsteht übrigens nicht ein Frequenzgang, der dem eines Tiefpasses 2.Ordnung entspricht, sondern bedingt durch die Resonanzeffekte der Kabelkapazität und -Induktivität eine Art Sinuskurve.
Mit der Thematik sind schon ganze Bücher gefüllt worden. Eine (relativ) verständliche Abhandlung darüber findet man aber unter

http://de.wikipedia.org/wiki/Wellenwiderstand
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Trackbacks are aus
Pingbacks are aus
Refbacks are aus



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 22:31 Uhr.


Antworten und Diskussionen zu allen weiteren Computerfragen gibt es im PC Forum von PCmasters oder im Computer Forum von COMPUTER BILD.