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Kann ein Verstärker helfen?

Schorse schreibt am 10.08.2007 13:53 Uhr:
Ich bin in diesen Sachen Laie und versuche mal mein "kleines" Problem zu schildern. Überzeugt von meinem Sohn wurde bei uns W-Lan eingerichtet. Ich habe den T-Com-Router "Speedport W 700 V" (16000/Speedtest um 15.000, Upload 850-1000) und von T-Com passende Sticks (Empfänger).

Beim Hauptrechner läuft alles gut, da ich direkt über Kabel ins Internet gehe. Bei meinem Sohn in der oberen Etage haben wir einen Empfang von maximal 10%. Meine Tochter bekommt keine Verbindung. Was kann ich tun? Könnt Ihr mir einen Verstärker empfehlen, mit dem ich das Problem in den Griff bekomme? Oder könnte es ein anderes Problem sein?
Jason schreibt am 10.08.2007 21:43 Uhr:
Verstärker in dem Sinne gibt es nicht, aber man kann mit unterschiedlichen Mittel die Reichweite von Funknetzen erhöhen.
Ich würde aber erst einmal folgendes Versuchen:
a) Möglicherweise stören Funknetze auf dem gleichen Kanal in der Nachbarschaft. Siehe [thread=6]Thread[/thread] unter WLAN.
b) Standort der WLAN-Routers variieren.
c) Stellung der WLAN-Antenne: Eine Antenne, die senkrecht steht, funkt praktisch nur in horizontaler Richtung (360 °). Die Antenne sollte so geneigt werden, dass ein PC im rechten Winkel zur Antenne steht. Das bedeutet z.B., steht der PC ein Stockwerk höher direkt über dem Router, dann die Routerantenne waagrecht stellen.
d) Hat ein WLAN-Adapter eine externe Antenne, gilt das Gleiche wie bei c).

Wenn das noch nicht ausreicht, könnte an folgendes noch gedacht werden:
- Verbindung per Powerline, d.h. mittels Adapter über das Stromnetz. Siehe z.B. http://www.devolo.de/de_DE_cs/produkte/dlan/mldlanhsstarterkit.html
- Starke Richtantenne am PC, siehe z.B. http://www.21byte.de/pro-238c11/USB/AirLive_WL-5480USB-80_WLAN_USB_Adapter.html
- Einsatz von Repeater
Jason
Altermann schreibt am 11.08.2007 05:48 Uhr:
Zitat von Schorse:
Ich bin in diesen Sachen Laie und versuche mal mein "kleines" Problem zu schildern. Überzeugt von meinem Sohn wurde bei uns W-Lan eingerichtet. Ich habe den T-Com-Router "Speedport W 700 V" (16000/Speedtest um 15.000, Upload 850-1000) und von T-Com passende Sticks (Empfänger).

Beim Hauptrechner läuft alles gut, da ich direkt über Kabel ins Internet gehe. Bei meinem Sohn in der oberen Etage haben wir einen Empfang von maximal 10%. Meine Tochter bekommt keine Verbindung. Was kann ich tun? Könnt Ihr mir einen Verstärker empfehlen, mit dem ich das Problem in den Griff bekomme? Oder könnte es ein anderes Problem sein?
;)Ja,es gibt Verstärker(Booster) für Wireless Netzwerke.
Zuerst mal eine Frage,hat deine Tochter oder Sohn ein Laptop?Wenn ja,versuch mal mit dem Teil das ganze in-unmittelbarer-nähe(ca 2m) des Routers nochmal auszuprobieren.Sollte es dann einwandfrei funktionieren kannst du dir einen Booster und am besten noch eine,bzw.2 Spezialantennen kaufen.
olympiakos schreibt am 11.08.2007 08:08 Uhr:
Verstärker gibt es, aber wie weit ist den das Zimmer deiner Tochter von deinen Sohn entfernt?
Ich hab mich seit Jahren nicht mit WLAN befasst, deshalb weiss ich jetzt nicht genau:
Im Router kann man doch den Kanal einstellen (9 oder so) muss man nicht im W-Lan Adapter auch diesen Kanal wählen?
Vielleicht ist bei deiner Tochter ein anderer Kanal eingestellt...kann ja sein.

Übrigens Kanal 11 hat mehr Power.
Jason schreibt am 11.08.2007 15:24 Uhr:
Zitat von Altermann:
;)Ja,es gibt Verstärker(Booster) für Wireless Netzwerke.

Für normale Benutzer muß vom Einsatz von Booster zur Erhöhung der Reichweite bei Wireless-LAN Verbindungen gewarnt werden, deshalb habe ich diese schon gar nicht erwähnt. In Deutschland ist nur eine Sendeleistung von 100 mW EIRP erlaubt. Höhere Sendeleistungen können zu Ärger mit gestörten WLAN-Nachbarn oder der Bundesnetzagentur (früher RegTP) führen. Ermittelt diese, kann es zu einem empfindlichen Bußgeld und zur Konfiskation der Geräte führen.
Wenn man nicht meßtechnisch sicherstellen kann , dass die Anlage die maximal zulässigen 100 mW EIRP einhält (durch Reduzieren der Ausgangsleistung der Basisstation und passende Kabel-/Kabellängen und Antennen), sollte man die Finger davon lassen.
Ergänzend zu meinem oben Angeführten siehe hier: http://www.brennpunkt-srl.de/index.html

Jason
FoxViper schreibt am 11.08.2007 15:40 Uhr:
moin,

allg, hilft es schon, wenn man sein Router an einem anderen Platz stellt,

dann gibt es noch die Möglichkeit eine externe Antenne zu verwenden
diese haben unterschiedliche Abstrahlcharakteristiken und sollten dazu passend gewählt werden, OMNI Antennen mit 6 -12 db Gewinn gibt es für 20 - 200 Euro

die Booster, sind in Deutschland zugelassen, solange sie nicht 100mW Sendeleistung auf 3m übetsteigen, einfach zu Messen mit Netstumbler (für den priv. Gebrauch)

in Verbindung mit einer Omni-Antenne würdest Du über diesen Wert kommen, dieses ist aber in der ABE aufgeführt

alternv. kann man ein zweiten Router sich zulegen und diesen als Repeater nutzen, was aber zu einer Halbierung der Geschwindigkeit führt
olympiakos schreibt am 11.08.2007 16:14 Uhr:
Man muss ja nicht gleich ein Vertsärker kaufen der die ganze Nachbarschaft "stört". Es gibt kleine Verstärker für Private Nutzung zu Hause.

Die steckt man ganz einfach in die Strom-Steckdose rein, wobei ich jetzt nicht ganz sicher bin ob man die Vertärker nennt, weil die nur das Signal weiterleiten...
kleiner_techniker schreibt am 12.08.2007 08:27 Uhr:
*hält einen reichweiten expander in die höhe und murmelt* verkaufe billig, habe frau und kind muss essen kaufen.!


sag mal könnte man den nicht einfach ein kabel zu den betreffenden zimmern verlegen? und ab da könnte man ja wieder einen w-lan router einsetzen.
NeverMind schreibt am 12.08.2007 16:58 Uhr:
Hallo
zur Lösung dieses Problems habe mir einen LevelOne WPA-0006 zugelegt. Damit hab ich die dunklen Ecken des Hauses erleuchtet.

Preis ab 40€. Dieser Unversal Repeater beherrscht alles was du brauchts incl. WDS was dein T-COM Router ja auch kann.
http://geizhals.at/deutschland/a190338.html
ggf. wie FoxViper anmerkte andere Antenne
http://geizhals.at/deutschland/?cat=wlanant
..aber mehr Gewinn muß nicht besser sein, da die Ausrichtung sich auch verändert, also Richtungsgebundender
PS
Im allgemeinen sind diese USB WLAN Sticks nicht so toll, da die Antenne recht mickrig ist
ch3kka schreibt am 14.08.2007 23:30 Uhr:
manchmal sind probleme auch viel einfacher zu lösen als man denkt. also die router, die man vom provider bekommt sind in der regel recht leistungsschwach. jenachdem welche verschlüsselungsart verwendet wird, lahmt dies die verbindung enorm. mit einer wpa- verschlüsselung hab ich nur 1/3 des speeds, den ich habe wenn ich mit wep verschlüssele.
dies liegt wohl an den aufwendigen algorithmen, die die router cpu's kräftig überfordern. :eek:
BitteEinBit schreibt am 27.11.2007 07:43 Uhr:
Zitat von Jason:
Für normale Benutzer muß vom Einsatz von Booster zur Erhöhung der Reichweite bei Wireless-LAN Verbindungen gewarnt werden, deshalb habe ich diese schon gar nicht erwähnt. In Deutschland ist nur eine Sendeleistung von 100 mW EIRP erlaubt. Höhere Sendeleistungen können zu Ärger mit gestörten WLAN-Nachbarn oder der Bundesnetzagentur (früher RegTP) führen. Ermittelt diese, kann es zu einem empfindlichen Bußgeld und zur Konfiskation der Geräte führen.
Wenn man nicht meßtechnisch sicherstellen kann , dass die Anlage die maximal zulässigen 100 mW EIRP einhält (durch Reduzieren der Ausgangsleistung der Basisstation und passende Kabel-/Kabellängen und Antennen), sollte man die Finger davon lassen.
Ergänzend zu meinem oben Angeführten siehe hier: http://www.brennpunkt-srl.de/index.html

Jason

Wenn die Sendeleistung auf 100mW begrenzt ist, könnte man da nicht einfach die Empfindlichkeit des Empfängers hochdrehen, falls technisch möglich ? Sendeleistung allein ist nämlich nicht das A und O für die Reichweite. ;)

Gruss

BitteEinBit
Vogelchen schreibt am 27.11.2007 15:39 Uhr:
Klar könnte man mit einem Empfangsverstärker die Empfindlichkeit erhöhen. Das macht aber nur dann Sinn, wenn man davon ausgeht, dass der Empfänger des WLAN-Gerätes absolut scheiße ist. An dieser Stelle stellt sich allerdings die Frage, warum man nicht gleich ein vernünftiges Gerät kauft.
Oder wenn das Kabel zur Antenne lang ist und daher Verluste verursacht.
Dann ergibt sich aber das Problem, dass man in der Regel keine Separate Leitung für den Empfang hat (außer bei Diversity-fähigen Geräten, da könnte das klappen), man also einen Verstärker benötigt, der automatisch umschaltet. Man muss dann auch noch auf entsprechende Vorfilter, die Großsignalfestigkeit und die richtig angepasste Verstärkung achten, denn im Frequenzbereich sind viele andere, teilweise deutlich stärkere Signale unterwegs.

Es gibt Tabellen, welche WLAN-Geräte welche tatsächliche Sendeleistung aufweisen. Das sind meist nur 30mW oder weniger. Diese Tabellen findet man sicher irgendwo im Netz.
Wenn der Sender also nur 30mW hat, darf die Antenne einen Richtgewinn gegenüber dem (nur theoretisch möglichen) Kugelstrahler von 5 dB(I) plus Kabelfdämpfung haben. Wenn das Kabel zwischen WLAN-Sender und Antenne also eine Dämpfung von 5 dB hätte, dürfte der Antennengewinn maximal 10 dBI betragen. In diesem Fall würde sich ein automatisch umschaltender Verstärker (wichtig: Dieser wirkt nur dann , wenn er nahezu direkt an der Antenne angebracht ist!) an der Antenne, bzw. ein Gerät mit 2 Eingängen, 2 Kabel, 2 Antennen, eine davon mit nachgeschaltetem VV, reichweitenmäßig lohnen.
Insbesondere ist zu beachten, dass die reine Empfangsantenne beliebigen Richtgewinn haben darf!

Nachtrag: Ich möchte noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass nicht die Senderausgangsleistung ("Sendeleistung") auf 100 mW begrenzt ist, sondern die effektive Strahlungsleistung EIRP!

Noch ein Nachtrag: Der Aufwand mit dem Verstärker bei zu langer Leitung, oder der 2. Antenne mit erhöhtem Richtgewinn für den Empfang, muss natürlich möglichst auf beiden Seiten betrieben werden. Es bringt nichts, wenn der eine den anderen hört, umgekehrt jedoch nicht.